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"Geplanter „Reiterhof“ auf dem Mathias ..."
Autor:   Bettina von der Höh  (80.139.225.---)
Datum:   25.11.2006 15:30
Mein Beitrag zur jetzigen Situation:

Gemeinsam mit der EWG arbeitete der Investor, Fa. Bergerhoff GmbH ein Konzept für die Planung eines Reiterhofes auf dem Mathias Stinnes Stadion aus. Bestehende Gebäude sollten neu genutzt und vier neue für die Halterung, Restaurant, Verkauf sowie für die Reithalle gebaut werden. In Ihrer Planung war Dressur-, Sprung,- , Western-, und Ponyreiten vorgesehen. An der alten Erdtribüne war an einer Pferdeboxanlage gedacht worden. Auf Rasen-, Trainings-, und Tennisplatz sollten Reitplätze geschaffen werden.

Politiker sahen die Pläne des Investors für eine positive Entwicklung des Essener Norden und eine enorme Aufwertung des Essener Stadtteiles Karnap. Jetzt soll dieser Ort als „Mülldeponie“ missbraucht werden? RWE Systems betreibt Wortbruch, eine Müllsortierungsanlage passt jetzt besser in ihr Konzept. Noch im April diesen Jahres, in einem Pressebericht der WAZ, stand: RWE Systems könnte sich ein Verkauf des Geländes vorstellen. Helmut Brümmer, Leiter der Unternehmungskommunikation, erläuterte: „Grundsätzlich besteht zwischen dem Investor und RWE Systems Einvernehmen. Ein Verkauf ist akzeptabel".

Warum wird dem neuen Investor Steine in den Weg gelegt? Dem Bürger ist der Geruch der Pferdeäpfel lieber als der abartige Gestank verdorbener Lebensmittel in Haushaltsverpackungen.

Ich kann nur hoffen, dass am kommenden Mittwoch, der Antrag im Rat auf freizeitorientierte Nutzung am Mathias Stinnes Stadion, der CDU, SPD, GRÜNE und FDP von der Verwaltung der Stadt Essen genehmigt und der Essener Norden nicht zugemüllt wird.

"Re: Geplanter „Reiterhof“ auf dem ..."
Autor:   Rüdiger Wruck  (84.61.152.---)
Datum:   9.12.2006 19:55
Ich dachte der Reiterhof ist schon eine beschlossene, abgehakte Sache. Wäre halt zu schön gewesen- eine echte Aufwertung unseres Stadtteils. Was muß ich tun, um die Müllsortierung zu verhindern? Pferde statt Müll! Ich bin dabei!

Re: Geplanter „Reiterhof“ auf dem ..."
Autor:   Realist !!!  (87.123.20.---)
Datum:   30.3.2007 0:30
Arbeitsplätze statt Pferde !!!

"Re: Geplanter „Reiterhof“ auf dem ..."
Autor:   Bernhard Derks  (87.123.10.---)
Datum:   2.8.2007 19:43
[Antworten]
Hallo Frau von der Höh,

da ja jetzt eínige Zeit verstrichen ist nehme ich einfach mal den Ball, den Sie quasi 'hinter die Tribüne geballert' haben auf und spiele ihn wieder ins Feld:
Sie verdrehen einiges an Tatsachen,und das macht mich deshalb wütend, weil eine sachliche Diskussion nur schwer möglich ist wenn durch Reizworte wie „Mülldeponie“, "zumüllen","Müllsortieranlage" Stimmung gemacht wird. Und ich werde mit diesem Meinungsbild dammich oft konfrontiert.
Der Satz "RWE Systems betreibt Wortbruch, eine Müllsortierungsanlage passt jetzt besser in ihr Konzept." zeugt von tiefer Unkenntnis der Dinge: RWE Systems paßt eine Müllsortieranlage schon deshalb nicht ins Konzept, weil diese Firma weder mit Müllverarbeitung noch mit Energieerzeugung etwas zu tun hat - sie besitzt lediglich einen Teil des Geländes. Und sie hätte -nehme ich an- sicherlich auch verkauft. Gesperrt hat sich wohl die RWE Power, die das Kraftwerk betreibt.
Eine Planung zur Müllsortierung, wie sie in den Medien angesprochen wurde, und die gerne als 'Klopperargument' ins Feld geführt wurde, gibt es nicht, erst recht nicht Überlegungen zu einer Mülldeponie, die planungsrechtlich auch hier nicht möglich wäre.

Ihr Kampf um freizeitorientierte Nutzung am Mathias Stinnes Stadion in allen Ehren, bin ich auch für. Aber bitte nicht Dinge verdrehen, und die Anwohner aufschrecken.
Übrigens hat der Vertreter der RWE Power bei der Bezirkskonferenz im Mai(?) die Überlegung ausgedrückt, nach Ablauf des Pachtvertrage die Nutzung so wie bisher öffentlich zur Freizeitgestaltung vorzuhalten - da ist bei Gelegenheit sicher auch noch Diskussionsbedarf.

Gruß

Bernhard Derks


PS: Ich hätte mir Ihr Engagement auch seinerzeit gewünscht, als einzelne EBB-Mitglieder die spinnerten Pläne entwickelten, aus dem Stadiongelände einen Carnaperhof II zu machen. Gut, es war der letzte Kommunalwahlkampf, und da ist ja jeder Blödsinn erlaubt.